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Autobahn 42


A42 - Die Revierautobahn in der Emscherzone

Der "Emscherschnellweg" verbindet die Städte des mittleren Ruhrgebiets und entlastet die überregional bedeutenden Autobahnen A2 und A40. Seit Anfang der 1990er Jahre ist sie die dritte Trasse in West-Ost-Richtung durch die Industrieregion.

In erster Linie ist sie für den lokalen und regionalen Verkehr konzipiert - und das ist auch Aufgabe genug, denn in der 5-Millionen-Region besteht mehr als genug Bedarf für eine schnelle Verbindung in der Mitte des Reviers. Schon in den 1920er Jahren wurden erste Pläne für eine Kraftfahrstraße in der Emscherzone entworfen, doch die ersten Bauarbeiten begannen erst Mitte der 1960er Jahre.

Die A42 ist westlich der Emscherzone über den Rhein hinaus ausgebaut und bei Kamp-Lintfort an die linksrheinische A57 angeschlossen, die wiederum nordwestlich in die Niederlande führt. Daher ist die A42 in geringerem Maße auch von überregionaler Bedeutung für den Verkehr Richtung Nijmegen.


Streckenverlauf

  •   Übergang in die B528
  • (1) AK Kreuz Kamp-Lintfort A57, B528
  • (2) AS Moers-Nord
  • (3) AS Duisburg-Baerl
  • (4) AS Duisburg-Beeckerwerth
  • (5) AS Duisburg-Beeck
  • (6) AK Kreuz Duisburg-Nord A59
  • (7) AS Duisburg-Neumühl B8
  • (8) AK Kreuz Oberhausen-West A3
  • (9) AS Oberhausen-Buschhausen
  • (10) AK Oberhausen-Zentrum A516, B223
  • (11) AS Oberhausen-Neue Mitte
  • (12) AS Bottrop-Süd
  • (13) AK Kreuz Essen-Nord B224
  • (14) AS Essen-Altenessen
  • (15) AS Gelsenkirchen-Heßler
  • (16) AS Gelsenkirchen-Zentrum
  • (17) AS Gelsenkirchen-Schalke
  • (18) AS Gelsenkirchen-Bismarck
  • (19) AS Herne-Wanne
  • (20) AS Herne-Crange B226
  • (21) AK Kreuz Herne A43
  • (22) AS Herne-Baukau
  • (23) AS Herne-Horsthausen
  • (24) AS Herne-Börnig
  • (25) AS Castrop-Rauxel-Bladenhorst
  • (26) AS Castrop-Rauxel B235
  • (27) AK Kreuz Castrop-Rauxel-Ost A45

Geschichte

Ähnlich wie beim "Ruhrschnellweg", der B1 und heutigen A40, kann die Geschichte der nördlicher gelegenen A42 schon bis in die 1920er Jahre zurückgeführt werden. Der damalige Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (später Kommunalverband Ruhr - KVR, heute Regionalverband Ruhr - RVR) plante eine Schnellstraße in kommunaler Trägerschaft mit der Bezeichnung OW III (Ost-West III).

Die Planung des "Emscherschnellweges" wurde erst nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgenommen; schon bald wurde klar, dass nur ein autobahnmäßiger Ausbau sinnvoll wäre und zur Entlastung der beiden vorhandenen Ost-West-Verbindungen im Ruhrgebiet (die A2 nördlich und die B1/A40 südlich der vorgesehenen Trasse) beitragen könnte. Zunächst wurde die Straße jedoch in Trägerschaft des Landes als autobahnähnliche Kraftfahrstraße gebaut; sie sollte vor allem dem regionalen Verkehr dienen.

Die ersten Bauarbeiten begannen 1965 im Raum Herne, wo gleich eine Verknüpfung mit der Nord-Süd-Achse der A43 entstand, die damals noch als EB 51 (Ersatzbundesstraße) geplant war. Die erste Teilstrecke der A42 zwischen dem Kreuz Essen-Nord und dem Kreuz Herne wurde zwischen 1968 und 1971 freigegeben.

Eine weitere Teilstrecke vom Kreuz Herne bis zum Kreuz Castrop-Rauxel (Verbindung mit der A45) wurde 1975 frei gegeben. Ursprünglich war eine Weiterführung bis zur A1 zwischen Unna und Kamen vorgesehen, die jedoch Ende der 1970er Jahre aufgegeben wurde. Im Osten des Kreuzes wurde 1978 nur noch die Anschlusstelle Dortmund-Bodelschwingh eröffnet.

Im Westen wurde die A42 weiter über Essen hinaus zunächst bis zum Kreuz Oberhausen-West (verbindung mit der A3) ausgebaut. In den 1980er Jahren folgte der Ausbau über die A3 hinaus zum Kreuz Duisburg-Nord (Verbindung mit der A59) und schließlich bis zum Anschluss an die linksrheinische A57 beim Kreuz Kamp-Lintfort. Der letzte Bauabschnitt wurde im Jahr 1992 dem Verkehr übergeben.


Links und rechts der Autobahn

Die A42 beginnt im westlichen Ruhrgebiet bei Kamp-Lintfort und Moers. Schon bald überquert sie den Rhein und führt durch den Norden von Duisburg weiter nach Oberhausen.

Weitere Stationen sind Bottrop, Essen und Gelsenkirchen. Durch Herne hindurch nähert sich die A42 Castrop-Rauxel und endet schließlich im Nordwesten von Dortmund.